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Kräuter , Gewürze & Samen


Dank der Zuwanderung von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und der zunehmenden Reisefreudigkeit der Menschen im allgemeinen hat sich unser kulinarisches Spektrum beträchtlich erweitert. Heutzutage ist uns eine Vielfalt von Geschmacksrichtungen und Aromen vertraut, und häufig verwenden wir z. B. beim Kochen, Gewürze und Samen, die wir mit der italienischen, griechischen, marokkanischen, spanischen... und und und japanischen Küche in Verbindung bringen. Nichts ist vergleichbar mit dem Geschmack und dem Duft der frischen Kräuter, die, erntefrisch oder im Topf, praktisch in jedem Supermarkt erhältlich sind. Auch getrocknete Kräuter sind eine gute Wahl. Sie sind jedoch häufig kräftiger und vorherrschender im Geschmack und sollten beim Kochen so dosiert werden, dass die geschmackliche Ausgewogenheit erhalten bleibt. Ausgewogenheit und Harmonie sind auch bei der Verwendung von Gewürzen besonders wichtig. In den arabischen und asiatischen Ländern wird die Kunst des Würzens in der Familie weitergegeben. Starke Gewürze werden nur selten allein verwendet. Wenn Sie mit Kreuzkümmel würzen, rundet ein wenig Koriander den Geschmack angenehm ab. Am besten entfaltet sich das Aroma Ihrer Gewürze, wenn Sie sie vor der Verwendung in einer kleinen Bratpfanne bei mittlerer Hitze unter häufigem Rütteln der Pfanne trocken anrösten, bis sich ihr charakteristisches Aroma entfaltet und erste kleine Rauchwolken aufsteigen. Nehmen sie die Pfanne vom Herd, damit die Gewürze nicht anbrennen und bitter werden.
Zerstossen Sie sie in einem Mörser- Gemahlene Gewürze müssen frühzeitig beim Kochen zugegeben werden, damit sich ihr Aroma voll entfalteten kann.




Anis

Anis ist eine einzigartige Pflanze, wird aus dem Fruchteil der Blüte gewonnen. Gehört zur artenreichen Familie der Dolderblütler.
Volkstümliche Namen: runder Fenchel oder süsser Kümmel.
Geschmack: Süsslich - würzig, geschmacksintensiv
Ist appetitanregend, verdauungsfördernd, gegen Magenkrämpf, bei Schlaflosigkeit, Monatsbeschwerden, Blähungen und Erkältungen.


Basilikum

Familie der Lippenblütlern.
Scharf, pfeffrig, würzig, etwas süsslich und angenehm kühlend.

Ist appetitanregend, hilft der Verdauung, ist gegen Magenkrämpfe, hilft bei Schalfstörungen, wird verwendet für Gesichstwasser und Kosmetik.



Beifuss

Gehört zu der Familie der Korbblütlern wir auch wilder Wermut genannt.
Stärkend, anregend bei schlechter Verdauung, bei allgemeiner Schwäche, anregend für Galle, Blase, beruhigend für die Nerven.


Bohnenkraut

Die fein gehackten Blätter verleihen ein feines Pfefferaroma, das gut zu Hülsenfrüchten, frischen Bohnen und Fisch- oder Fleisch -Panaden passt.

Dill

Die Herkunft ist ursprünglich aus dem Orient, Italien, Ungarn, Ägypten, Israel. Sie ist eine Einjährige Pflanze mit fadendünnen Blättern, der Petersilie verwandt. Der Geschmack ist angenehm aromatisch, warm leicht nach Kümmel und Petersilie riechend/schmeckend. Er wird für Suppen, Saucen, Salate, Fischgerichte, zum Einmachen von Gurken und Sauerkraut sowie Kräuterliqueur verwendet.

Heilkunde
Ist gegen Blähungen, krampflösend (Koliken), Hämorrhoiden.

Estragon

Die Hauptanbaugebiete sind Südrussland, Frankreich, Italien. Sie ist eine mehrjährige Korbblütler Pflanze, verwandt mit dem Beifuss, Eberraute und Wermut. Der Geschmack ist Mild - bitter und würzig aromatisch. Verwendung findet er in der französischen Küche, Saucen (speziell Sauce Béarnaise) , Fischgerichte, Wildgerichte, Salate, Eiergerichte, Öl für Parfum.
In der Heilkunde ist er Magenstärkend, Verdauung

Fenchel 

Die Hauptanbaugebiete sind Italien, Frankreich, Spanien, Ägypten, Griechenland, Süd- und Ostasien, Amerika. 

Botanik:  Der Gewürzfenchel ist eine ein- bis mehrjährige Pflanze und gehört zu den Doldenblütler, wird 2 m hoch. Der Fenchel hat gelbe Blüten und fliederspaltige Blätter mit aromatischem Duft. Die Früchte ähneln dem Kümmel. Vom Gewürzfenchel ist der Gemüsefenchel zu unterscheiden; er ist eine italienische Züchtung.
Der Geschmack ist angenehm aromatisch, leicht brennend und süsslich, an Anis erinnernd.

Ingwer

Die Hauptanbaugebiete sind Indien, China, Nigeria

Botanik: Die Ingwerstaude liebt schattige Standorte. Die Pflanze wächst bis 2 m hoch. Der harte knorrige Wurzelstock hat einen Durchmesser von ca. 2 cm. Weist einen hohen ätherischen Ölgehalt auf.
Der Geschmack ist brennend scharf, aromatisch, bitter mit einer Zitronennote.

Verwendung: Für Brote und Gebäcke, Liquer und Biere, Puddings, Crèmen, Fisch-, Fleischgerichte, Pickels, ist auch wichtiger Bestandteil für Currypilver, orientalische Gerichte.
Heilkunde: Förderung der Verdauung, hilft bei Erkältung, Rheuma, ist Appetitanregend. Ingwertee wärmt und belebt den Blutkreislauf.